Unsere Quartiere – Lebensräume für alle!

Was macht ein Quartier lebenswert

Gesellschaftlicher Zusammenhalt und Partizipation sind das Fundament unserer Demokratie. Funktionierende Lebensräume sind «systemrelevant» und brauchen deshalb eine hohe Lebensqualität. Diese zeichnet sich aus durch sozialen Zusammenhalt, zivilgesellschaftliches Engagement und Freiwilligenarbeit, Nachbarschaftshilfe sowie Bildungs-, Erholungs-, und Einkaufsmöglichkeiten sowie soziale Versorgungsangebote vor Ort - für alle.

Die Stadt St.Gallen möchte das Legislaturziel "Lebensräume für alle!" und somit die Vision einer zukünftigen koordinierten und kooperativen Quartierarbeit für alle, in einem partizipativen Vorgehen entwickeln und Aktionsplan umsetzen.

"Lebensräume für alle!"

1. Netzwerktreffen | 22. Februar 2021

für städtischen Quartierakteure

"Wer sind die Akteure und Organisationen die sich für das Leben in den Quartieren einsetzen?"

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2. Netzwerktreffen | 24. Juni 2021

für städtischen Quartierakteure

"Lebensräume für alle! - wie können wir dieses Legislaturziel erreichen?"

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FORUM "Lebensräume für alle"

8. November 2021 | 19 Uhr

öffentlich, für alle Interessierten:

"Gemeinsam auf dem Weg zu einer kooperativen und koordinierten

Quartierarbeit"


Sommer 2021 - Sommer 2022 | Das Projekt MOBILE ist mit dem "Freiluftparlament" unterwegs in den Quartieren St.Fiden, Süd-Ost/Linsenbühl, sowie Lachen.  Mit kleineren und grösseren Aktion lässt MOBILE die Bevölkerung zu Wort kommen und fördert Ideen und Eigeninitiative.  www.freiluftparlament.ch


Aktionsplan

 Im Jahre 2021 plant die Dienststelle Gesellschaftsfragen der Stadt St.Gallen zusammen mit der Fachhochschule OST sowie den Akteuren aus den Quartieren und der Stadtverwaltung eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Unsere Quartiere - Lebensräume für alle!". Das Ziel ist es, interessierte Kreise zu sensibilisieren und Ansatzpunkte für eine zukünftige zielgruppenübergreifende Quartierarbeit aufzuzeigen. Der Aktionsplan schafft Voraussetzungen für einen  gesellschaftspolitischen Diskurs über das zeitgemässe Zusammenleben im urbanen Lebensraum und bereitet mit  innovativen Projekten den Weg für eine kooperative und zukünftige Quartierarbeit in der Stadt St.Gallen.

 

2. Netzwerktreffen 

Donnerstag 24. Juni 2021, Areal Bach, 17:00 bis 19:00 Uhr (ab 16 Uhr, Führung durch das Areal Bach)

Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Akteure und Fachleute in der Quartier- und Gemeinwesenarbeit.

Ihre Anmeldung bitte direkt über peter.bischof@stadt.sg.ch Nach Eingang ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung.

 

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Programm 2. Netzwerktreffen 24.6.2021
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Programm 1. Netzwerktreffen 22.2.2021
Flyer Online Netzwerktreffen 22.2.21.pdf
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Quartiere stärken:

 Die Zeiten ändern sich:

Städtische Quartiere sind zunehmend geprägt von Anonymisierung und sozialer und kultureller sowie sprachlicher Diversität. Man begegnet sich immer weniger. Das eigene Beziehungsnetz und die Freizeitaktivitäten finden meistens ausserhalb des Lebensraumes statt. Dazu trägt auch das Lädelisterben und die Schliessung der Quartierbeizen bei. Auch die traditionellen Angebote der Kirchgemeinden verlieren an Bedeutung. Die zunehmende Mobilität schenkt uns zwar Freiheiten und Individualität, diese tragen jedoch dazu bei, dass unsere Quartiere schon lange nicht mehr der Mittelpunkt unseres Lebens sind.

 

Wo ist der Dorfplatz, wer sind meine Nachbarn?

Traditionelle Begegnungsorte und Beziehungsnetze lösen sich auf. Es wird zunehmend schwieriger Freiwillige für ehrenamtliches Engagement zu finden. Das Interesse für öffentliche Anliegen schwindet und Partizipation findet oft nur noch spontan und im privaten Beziehungsnetz statt. Die Erreichbarkeit und die Mitwirkung insbesondere sozial benachteiligter oder fremdsprachiger Bevölkerungsgruppen ist eher zufällig. Diese sind oft nicht informiert über Angebote und Akteure in ihrem Lebensraum (z.B. familienergänzende Angebote, Deutsch für Mütter, Angebote für ältere Menschen etc.) oder empfänglich für gesellschaftspolitische Anliegen (Umwelt, Soziales, Nachbarschaft etc.) Da vor Ort keine kontinuierliche und kooperative Koordination erfolgt, erreichen die Akteure (Quartiervereine, Quartierschulen, Elternforen, usw.) mehrheitlich nur die gut informierte Bildungs-Bürgerschicht.

 

Kurz um – wir betreiben von zentraler Stelle aus

einen «Grossaufwand», um Angebote für die Bevölkerung zu planen,

verpassen es aber, vor Ort die Angebote den Menschen näher zu bringen!

 

 

Die Stadt hat einen Versorgungsauftrag für alle!

Auch die Stadt versucht ihrem Versorgungsauftrag mit bevölkerungsnahen Konzepten für z.B. Partizipation, Integration, Wohnraum, Freiraum, Umwelt, Alter, Frühe Förderung und bevölkerungsnaher Kommunikation (Quartier-App) gerecht zu werden. Damit dies gelingt, braucht es jedoch Anknüpfungspunkte in den Quartieren und eine neue Kultur der Zusammenarbeit (Koordination) zwischen Stadtverwaltung und Bevölkerung sowie den Institutionen und Akteuren vor Ort.

 

Es braucht eine neue koordinierte und kooperative Quartierarbeit

Heute erfolgt die soziale Versorgung in den Quartieren zielgruppenfokussiert. Die Jugend-, Eltern- und Altersarbeit oder die Arbeit mit Kindern erfolgt oft getrennt nebeneinander her und zentrale Beratungs- oder Behördenstellen sind eher selten vor Ort präsent. Zudem gibt es wenig Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Quartierakteuren (z.B. Kirchen, Umweltfachstellen, Schulen und Vereine), was dazu führt, dass Synergien und gemeinsame Ressourcen kaum genutzt werden. Eine neue, koordinierte und kooperative Quartierarbeit hat alle Generationen und Gesellschaftsgruppen im Fokus und schafft dadurch die Voraussetzungen für Synergien, gemeinsame Strukturen und partizipative Lebensräume für alle.

 

 Netzwerktreffen der St.Galler Quartier- und Stadtakteure

Am ersten Online-Netzwerktreffen versuchen St.Galler Quartier- und Stadtakteure Methoden und Visionen für eine zukünftige koordinierte und kooperative Quartierarbeit (GWA Gemeinwesenarbeit) zu diskutieren. Die GWA-Arbeit der Zukunft soll die Akteure und die sozialen Angebote in den Quartieren stärken. Es stellt sich folgende Frage: Wie gelingt es, städtische Anliegen (z.B. Frühe Förderung, Jugend, Altersstrategie, Integration, Umweltanliegen) in den Lebensräumen zu verankern und dabei Synergien und vorhandene Ressourcen besser zu nutzen?

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung!

 

Schlussendlich ist aktive Quartierarbeit eine Investition

in unser soziales Kapital

und zielt auf die Verbesserung des gesellschaftlichen Zusammenhalts,

die Integration und Partizipation

aller Menschen in unseren Lebensräumen.